Angedacht

An(ge)dacht in unserem Gemeindebrief


Das Blog-Archiv mit älteren Beiträgen und Gedanken auf unserer Website finden Sie weiterhin unter http://www.gochsheim-evangelisch.de/blog


  • „Weißt du wer ich bin?“, fragte die junge Frau den alten Mann im Pflegeheim.

    „Nicht richtig“, antwortete der alte Mann. „Aber ich habe so ein warmes Gefühl, als würde ich Sie schon lange kennen. Sie lächeln so lieb. Sind Sie neu hier, Schwester?“

    „Ist schon gut, Vater“, sagte die junge Frau, ergriff seine Hand und legte sie an ihre Wange.

     

  • Hier stehe ich, ich kann nicht anders. Gott helfe mir. Amen.“ Auch, wenn sich die Historiker nicht einig sind, ob Martin Luther diese Worte wirklich genau so gesagt hat: Die Standfestigkeit dieses Menschen ist bewundernswert. Gegen seine gesamte Kirche, gegen alle Mächtigen, steht er zu dem, was er als richtig erkannt hat. Lange hat er darum gerungen. Jahrelang hat er studiert, nächtelang mit sich selbst und mit Gott gehadert. Hat diskutiert, gezweifelt, gebetet. Und ist zu der Erkenntnis gekommen: Was meine Kirche zum Ablass sagt, ist falsch.

  •  An(ge)dacht August-September 2008

    Vergiss es nie, dass du lebst, war keine eigene Idee und dass du atmest, kein Entschluss von dir. Vergiss es nie, dass du lebst, war eines anderen Idee und dass du atmest, sein Geschenk an dich. Du bist gewollt, kein Kind des Zufalls, keine Laune der Natur, ganz egal, ob du dein Lebenslied in Moll singst oder Dur. Du bist ein Gedanke Gottes, ein genialer noch dazu. Du bist du.

  • An(ge)dacht Juni-Juli 2008

    „Die Welt zu Gast bei Freunden“: Die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland vor zwei Jahren ist vielen noch in Erinnerung. Die außergewöhnliche Feierstimmung. Die Begegnung von Fremden, die tatsächlich zu Freunden wurden. Die Public Viewings. Da hat sich etwas entwickelt, was in dieser Form nicht vorhersehbar war. Selbst die größten Fußball-Muffel fuhren auf einmal mit Deutschland-Fähnchen am Auto herum. Es gab eigentlich nur noch ein Gesprächsthema.