Vier Hochzeiten und ein Todesfall und noch mehr...

Bild von Heiko Kuschel

"Vier Hochzeiten und ein Todesfall" heißt ein berühmter Film. Meine persönliche Bilanz im August sind allerdings fünf Hochzeiten - eine davon steht noch aus - und zwei Todesfälle. Beides ziemlich ungewöhnliche Zahlen für einen August: Viele Trauungen, wenige Beerdigungen.

Ich finde es sehr schön, dass in diesem Jahr so viele junge (und auch ältere) Menschen "Ja" zueinander sagen. Das schien ja lange Zeit ein wenig aus der Mode gekommen zu sein, doch jetzt kommen immer mehr Leute und sagen: "Wir wollen heiraten!". Auch solche, die schon seit vielen Jahren standesamtlich getraut sind, möchten gern ihre kirchliche Hochzeit nachholen.

Es ist gut, wenn wir unsere Partnerschaften unter den Segen Gottes stellen. "Ja mit Gottes Hilfe" sagen die Brautleute an der entscheidenden Stelle. Ich halte das für einen ganz wichtigen Satz. Denn wir merken immer mehr, wie bedroht solche Partnerschaften auch sind. Viele Erwartungen sind da, vielleicht auch überzogene Erwartungen daran, wie so ein gemeinsames Leben aussehen kann. Und manchmal gehört auch eine ganze Portion Durchhaltevermögen dazu, wenn es mal nicht so gut läuft.

Darum: Ich freue mich über die vielen, die sich für ihre Ehe Gottes Segen wünschen. Ich hoffe, dass sie wirklich so glücklich werden, wie sie sich das vorstellen.

In vielen Traugottesdiensten haben wir auch für verstorbene Angehörige gebetet. Für die Eltern, die das schöne Fest nicht mehr erleben konnten. Für einen Kumpel, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Auch das gehört zum Leben dazu: Dass wir auf Gottes Führung vertrauen, auch wenn wir um Menschen trauern, die wir verloren haben. Seine Liebe ist stärker als der Tod.